Leistungen · Zusatzformat

Impuls und Entscheidung.

Für Situationen, in denen mehr gebraucht wird als Strukturierung: eine unabhängige Funktion, die sieht, was im System übersehen wird.

Fünf Muster

Die Krisen in Hochdruckprozessen

Nicht jede Lähmung ist einfach eine Lähmung. Manchmal ist es das vorhandene System, das sich selbst behindert. Hier sind fünf Muster, die regelmäßig wiederkehren.

01

Falsche Priorisierung

Ein wichtiges IT-Memorandum liegt verloren im Datenraum. Es ist nicht versteckt, wird aber in der Eile falsch priorisiert.

02

Beschleunigung suggeriert Unumkehrbarkeit

Unterzeichnungsfristen erzeugen einen Sog, der nur noch durch explizite Gegenmaßnahmen unterbrochen werden kann.

03

Doppelbewusstsein verstärkt vorhandene Probleme

Zwei parallele Realitäten stehen im Konflikt miteinander: die offizielle (gemäß Präsentationen) und die inoffizielle (transportiert in Flurkonversationen). Die inoffizielle enthält oft Wissen, das den Prozess retten könnte.

04

Angst füllt die Leere

Post-Closing entsteht ein neurobiologischer Ausnahmezustand. Kontrolle soll durch Aktion hergestellt werden. Manchmal ist eine Pause das Richtige.

05

Funktionslogik verdrängt die Urteilsfähigkeit

Menschen organisieren sich nach Funktionen, nicht nach Urteilsfähigkeit. Eine Rolle, die auf das Ganze schaut und Dinge neutral hinterfragt.

Ein Kaufpreis, der die Synergieannahmen nicht trägt. Eine Finanzierungsrunde, deren Equity Story sich im Vollzug auflöst. Ein Exit dreißig Prozent unter Erwartung. Was dahinter steht, ist nicht Pech. Es ist die akkumulierte Wirkung von Mustern, die unerkannt geblieben sind.

Was anders möglich ist

Stefan Brauer bereitet seinen Exit vor. Drei Jahre Vorbereitung. 80 Mitarbeitende. Zwei strategische Käufer im Gespräch. Ein sehr sauberer Prozess.

Nicole fand drei Key Customer Contracts mit Change-of-Control Clauses – zwei Wochen, bevor sie Käufern in der Due Diligence gezeigt worden wären. Sie konnten noch verhandelt werden.

Sabine erkannte: Der Finance Lead war intern bereits zum Gehen entschlossen. Das ist eine Sache, die niemand sagt. Aber zwei Monate später wäre der Posten offen und ein Reputationsrisiko für den Exit.

Das Resultat: Er blieb. Die Klauseln wurden nachverhandelt. Der Exit wurde zu den erwarteten Bedingungen geschlossen.

«Er hatte denselben Prozess vor sich. Was er hatte: den Moment vier Monate früher, in dem jemand von außen fragte, was das System nicht von selbst fragt.»

Das Angebot

Zwei Profile, eine Position

Nicole Battistini-Kohler

Attorney · M&A · Regulatory · Governance

Sie liest den Data Room nicht auf Vollständigkeit, sondern auf das, was fehlt – und warum. Sie kennt die Architektur hinter jedem Risiko. Sie fragt die Fragen, die das Prozessteam aus Befangenheit nicht stellen kann.

Sabine Müller

Systemic Organizational Consultant · Mediator · Transformation

Sie hört dem Sales Lead zu, bevor er/sie kündigt. Sie benennt im Board, was das Board nicht fragt. Sie sieht die Dynamik hinter der Dynamik. Sie arbeitet an der Realität, nicht an der Geschichte, die erzählt wird.

Zusammen

Wir besetzen die Position, die niemand formal hat – unabhängig, aber nah genug, um gehört zu werden. Wir schauen auf das, was das System nicht selbst sieht. Und wir helfen in Situationen, in denen die normale Beratung längst nicht mehr hilft.

Vier Module

Formate und Investitionen

Workshop / Einzelsession

ab 8.000 EUR/Tag

Half day oder full day structural intervention. Fokussiert auf einen spezifischen Moment oder eine Entscheidungsfähigkeit, die sofort gebraucht wird.

Prozesscheck

ab 28.000 EUR, 2–4 Wochen

Externe Analyse des laufenden Prozesses. Wir beobachten, analysieren Dynamiken und geben eine strukturierte Einordnung mit Handlungsprioritäten.

Begleitung

ab 24.000 EUR/Monat, 3–6 Monate

Koordinierte monatliche Touchpoints plus situative Verfügbarkeit. Eine kontinuierliche externe Perspektive für den gesamten Prozess.

Retainer

ab 12.000 EUR/Monat

Integrierte externe Perspektive als Standard. Verfügbar für spontane Fragen, regelmäßige Runden und strukturelle Probleme.

Das Orientierungsgespräch ist kostenlos.

Sie erzählen, worum es geht. Wir hören zu. Sie erhalten eine Einordnung und einen Vorschlag, wie wir Ihnen helfen können.

1

Gespräch anfragen (60 Min, kostenlos)

2

Konkretes Angebot erhalten

3

Entscheiden (ohne Verpflichtung)

Hintergrund

Beide arbeiten seit Jahrzehnten an Komplexität und ihrer Vereinfachung

Nicole Battistini-Kohler

Attorney und Governance Architekt. Walder Wyss, Linklaters, Taylor Wessing (10 Jahre Partner). Chief Data Officer DaVita. General Counsel Xempus (7 Jahre, Series B–D inklusive Goldman Sachs, Fintech-Regulierung, technische Risiken).

Spezialisierung: Regulatorische Architektur, M&A Due Diligence, Governance unter Druck, Digital Regulation (DORA, NIS2, eIDAS, AI Act), Compliance bei Technologie- und Fintech-Unternehmen.

Sabine Müller

Organisationsberaterin, Mediatorin und systemische Supervisorin. 30+ Jahre als Anwältin (Industrie, Technologietransfer). 7+ Jahre organisational consultant mit Spezialisierung auf PMI, strategische Realignment und Transformationsprozesse.

Spezialisierung: Organisationsdynamik, Entscheidungsfähigkeit unter Druck, Post-Merger Integration, Transformationsprozesse, Teamentwicklung und Konflikt-Navigieren in hochkomplexen Situationen.

Gute Beratung klingt teuer – bis man ausrechnet, was schlechte Vorbereitung kostet.
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Fallbeispiel 01 Die Integration Eine Übernahme, achtzehn Monate Verhandlung – und die Frage, die niemand stellte. Lesen → Fallbeispiel 02 Die Finanzierungsrunde Neunzig Millionen, eine verschobene Equity Story – und die Stille danach. Lesen → Fallbeispiel 03 Der Exit Dreißig Jahre Erfolg, zweihundert Fragen – und die Antwort, die fehlte. Lesen → Fallbeispiel 04 Die Vorbereitung Derselbe Prozess. Was passiert, wenn jemand von außen fragt. Lesen →
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