Brussels Effect: Indirekte Betroffenheit durch EU-Digitalregulierungen
⏱ 10–15 Min◆ Selbstprüfung⚙ Regulierung · Schweiz
Was dieser Self-Check Ihnen zeigt
Wie stark Ihr Unternehmen regulatorisch exponiert ist – und wo Handlungsbedarf besteht.
Kontext
Schweizer Unternehmen mit EU-Kunden oder -Partnern
Gewichtung
★★ = doppelt, ★ = einfach
Fragen
12
Bearbeitungszeit
ca. 5–10 Min.
Zweck & Einleitung
Viele Schweizer Unternehmen fragen sich, ob sie von EU-Digitalregulierungen wie DORA, NIS2 oder dem AI Act betroffen sein könnten – obwohl sie keinen Sitz in der EU haben. Die Antwort lautet oft: Ja, indirekt.
Durch den sogenannten «Brussels Effect» reichen EU-regulierte Geschäftspartner (z. B. Banken, Energieversorger oder Nutzer von High-Risk-AI) die Anforderungen an ihre Lieferkette weiter. Wenn Sie ICT-Dienste, Cloud, Software oder AI-Komponenten für solche Partner bereitstellen, können Audit-Rechte, Resilienz-Anforderungen, Incident-Reporting oder Dokumentationspflichten vertraglich auf Sie zukommen.
Bei mittlerer oder hoher Exposition empfiehlt sich als nächster Schritt einer der detaillierten Self-Checks (DORA, NIS2 oder AI Act).
Wichtig
Kein Test, kein Scoring im regulatorischen Sinne, kein Rechtsrat.
Der Druck entsteht primär über den Markt und Verträge – nicht direkt durch das Gesetz.
★★-Fragen werden doppelt gewichtet.
Antwortoptionen
Ja · 2
Vollständig und belastbar umgesetzt, dokumentiert, gelebt und erprobt
Teilweise · 1
Vorhanden, aber lückenhaft, personenabhängig oder ungetestet
Nein · 0
Nicht oder kaum vorhanden
n/a · –
Nicht anwendbar (wird bei der Berechnung ignoriert)
Fragebogen
Klicken Sie für jede Frage auf Ja, Teilweise, Nein oder n/a. Die Auswertung erfolgt automatisch nach der letzten Frage. ★★-Fragen werden doppelt gewichtet.
Fortschritt0 / 12
0 % beantwortet
A. Markt- & Kundenexposition
01
Haben Sie Kunden oder Geschäftspartner mit Sitz in der EU?
★★
02
Sind diese Partner reguliert oder kritisch (z. B. Banken unter DORA, kritische Infrastruktur unter NIS2, High-Risk-AI-Nutzer)?
★★
03
Ist Ihre Leistung/Dienstleistung für diese Partner geschäftskritisch oder ausfallrelevant?
★★
B. Rolle in der Wertschöpfung
04
Haben Sie typischerweise mehrere relevante Rollen bei EU-Partnern (z. B. Software-/AI-Anbieter, ICT-Dienstleister, Betreiber, Zulieferer)?
★★
05
Haben Sie privilegierte Zugriffe, Betriebsverantwortung oder liefern Sie Komponenten, deren Output in der EU genutzt wird?
★★
C. Spezifische Regulierungs-Exposition
06
Bieten Sie AI-Systeme an, deren Output in der EU verwendet wird (z. B. High-Risk-AI)?
★★
07
Sind Sie ICT-Drittanbieter für EU-Finanzinstitute (z. B. Cloud, Software für Banken)?
★★
08
Sind Sie Dienstleister für EU-kritische Sektoren (z. B. Energie, Transport, Gesundheit)?
★★
D. Vertragliche & Praktische Weiterreichung
09
Enthalten Ihre Verträge mit EU-Partnern bereits Klauseln zu Audit-, Incident-, Resilienz- oder Portabilitätsanforderungen?
★
10
Erhalten Sie regelmässig Fragebögen oder Anfragen zu Security, Governance, Resilienz oder AI-Compliance von EU-Partnern?
★★
E. Selbsteinschätzung
11
Gibt es mehrere Druckpunkte durch EU-Partner (z. B. Verträge, Audits, Onboarding, Incident-Management)?
★
12
Welche Aussage trifft am ehesten zu? – Regulierung betrifft nur Kunden (Nein) – Indirekter Druck ohne klare Einordnung (Teilweise) – Wir müssen aktiv regulatorische Erwartungen managen (Ja)
★★